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Wer nichts wird, wird... Pferdewirt?

Ein Blog über meine Ausbildung zum Pferdewirt. Für alle, die wie ich damals aus der Liebe zum Sport und Pferd mit diesem Gedanken spielen. Als Hilfe, oder zur Abschreckung, das liegt an euch. Ich für meinen Teil werde erbarmungslos ehrlich sein.

 

Die (-vielleicht-) Story meines Lebens. Nach einem überdurchschnittlichen Abitur führte mich mein Weg vorerst nicht in eine Uni, sondern auf einen Hof. Ausbildung zum Pferdewirt Fachrichtung Klassische Reitausbildung stand bald fest; prinzipiell als Vorlauf für ein Tiermedizin-Studium.

Aber man weiß ja nie, ob das, was man einmal für die perfekte Idee hielt, ewig glücklich macht. Aber lest selbst.... 

 

Alter: 21
 



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Blog

Prolog

In der Zeit, seitdem ich meinen Beschluss fasste, bis heute -1 Tag vor dem Ausbildungsbeginn- durchging ich immer wieder Phasen der Sicherheit und der Verzweiflung. Eine Berg und Tal Bahn von höchster Euphorie bis zum „Ich-kann-nicht-reiten-warum-tu‘-ich-das?“. Umso näher der Ausbildungsbeginn rückt, desto häufiger der Wechsel. Gerade überrollt mich die Welle der Verzweiflung wie ein nagelneuer ICE. Womöglich liegt es an dem Turnierwochenende das hinter mir liegt. Eine verschenkte E-Dressur(meine Letzte, ich schäme mich; eigentlich habe ich ein sicheres A-Level. Peinlich.), eine Steigerung im A-Stilspringen (nicht runtergefallen, nur eine Verweigerung, Grundnote 6,5; bin zufrieden), eine Platzierung in einem in den Boden gestampften E-Stilspringen( die hat mein Ego auch gebraucht; ebenfalls mein letztes E-Springen, auch nichtmehr mein Niveau-trotzdem nur 5. Mit 7,4-),  und ein Sturz in einem A-Springen am vorletzten Hindernis( allerdings ziemlich gut geritten meinerseits, die Distanz war einfach unpassend).

Retrospektiv auf diese Ergebnisse blickend, bin ich an sich zufrieden, aber schäme mich trotzdem gegenüber meinem Ausbilder, da in meiner Bewerbung A-Niveau stand. Zwar weiß dieser über meinen heissgeliebten Springtiger Bescheid -der schenkt mir NICHTS-, trotzdem komme ich mir beschämend dumm vor. Willkommen im Tal der verängstigten Pre-Azubine. Ich schaffe das nicht; ich werde scheitern; das Niveau ist zu hoch dort; im Vergleich zu meiner Mitauszubildenenden bin ich eine Null. Gedanken hinter meiner Stirn, die den psychischen Druck ins gar Unendliche steigen lassen. Rettet mich bitte jemand?

Sobald ich an diesem Punkt bin, steuere ich gegen. Mit aller Kraft. Ich sollte nicht so denken. Der Wrestlingfight meiner Psyche hat soeben begonnen.

In Runde 2 ist also die Gegenseite am Zug. Ich wäre nicht genommen worden, hätte ich das Niveau nicht; ich habe schon ewig mein Reitabzeichen; ich reite nicht schlecht; es kommt stets auch auf das Pferd an; auch andere Betriebe hätten mich genommen. Etc pp…

Chaos.

Nach ein paar Runden liege ich K.O im Ring und bin zu nichts mehr fähig.

 

Mir geht die Düse. Ist das normal? Die Verwirrung und Angst vor einer Ausbildung? Ich werde das noch googeln. Aber eigentlich ist es doch egal. Ich habe den Vertrag unterschrieben, ebenso wie mein Ausbilder. Damit haben wir eine Abmachung getroffen, die auch irgendwie ein Vertrauensbeweis war; ich werde meinen Ausbilder nicht enttäuschen, alles geben und einfach hoffen, dass mein Vergangenheits-Ich damals einen Plan hatte, was sie tut.

 

 

1.9.15 22:07


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